Foto: Burg Wolfhagen in Wolfhagen

Burg Wolfhagen in Wolfhagen

Die Burg Wolfhagen: Ein Zeugnis mittelalterlicher Geschichte


Die Burg Wolfhagen, die im 13. Jahrhundert gegründet wurde, ist ein bedeutendes historisches Bauwerk in der Stadt Wolfhagen. Ihre Ursprünge gehen auf die Zeit von 1230 bis 1231 zurück, vermutlich als Raubgründung der Ludowinger auf damals mainzischem Gebiet. Erst im Jahr 1246 wurde die Burg explizit erwähnt, und im Jahr 1513 erfolgte ein Neubau, der bis heute Spuren hinterlassen hat.

Geschichte der Burg


Mit dem Friedensvertrag von 1232 wurde Landgraf Konrad von Thüringen vom Mainzer Erzbischof mit der Stadt, vermutlich aber auch mit der Burg Wolfhagen, belehnt. Obwohl die Burg im 13. Jahrhundert nicht explizit genannt wird, spielte sie eine zentrale Rolle in der Region. Im Jahr 1324/25 beanspruchte der Mainzer Erzbischof Burg und Stadt als Lehngüter, doch waren sie längst seiner Verfügungsgewalt entglitten. Auch spätere Reklamationen änderten an diesem Zustand nichts.

Im Jahr 1311 übertrug der Bischof von Münster dem edelfreien Herrn Hermann von Itter das Dorf Herxen zu Lehen und nahm ihn dafür als Burgmann des Schlosses Wolfhagen an. Ein Jahr später, 1312, gestatteten Landgraf Otto von Hessen und seine Gemahlin Alheydis den Bürgern in Wolfhagen, eine Mauer zwischen Stadt und Burg zu errichten.

Baugeschichte und Architektur


Die mittelalterliche Burg wurde vermutlich im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts unter den Landgrafen von Thüringen errichtet. Der erste Teil der Ringmauer stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Diese Befestigung bestand aus einem Meter dicken und vier bis sechs Meter hohen Steinmauer mit einem Laufgang, die 1302 vollendet war und die Stadt vollständig umschloss.

Im Jahr 1606 begann Landgraf Moritz einen Neubau der Burg als Schloss, der jedoch nie fertiggestellt wurde. Bereits zum Ende des 16. Jahrhunderts fiel die Burg wüst und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts abgerissen. Der achteckige Bergfried wurde 1606 niedergelegt. Heute sind nur noch Reste der Ringmauer, Teile eines angebauten Burggebäudes, Reste des Torturms und des Tonnenkellers erhalten.

Heutige Nutzung


In der ehemaligen, 1920 vollständig umgebauten Zehntscheune und dem ehemaligen Renthof aus dem späten 17. Jahrhundert befindet sich seit 1980 das „Regionalmuseum Wolfhager Land“. Diese Gebäude wurden überwiegend mit Steinmaterial der alten Burg erbaut. Im Kern des Renthofes sind der Torturm der Burg sowie ein Teil der Ringmauer integriert.

Erhaltungszustand


Von der ursprünglichen Burg Wolfhagen sind heute nur noch wenige Überreste vorhanden. Dazu gehören ein Keller im Nordwesten, Reste des Torturms und ein Teil der Ringmauer. Diese Relikte bieten einen faszinierenden Einblick in die mittelalterliche Baukunst und die Geschichte der Region.
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Mögliche Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der offiziellen Website oder dem Aushang vor Ort.
Adresse
Ritterstraße, 34466 Wolfhagen
Zugang öffentlich
Nein
Zugang barrierefrei
Nein
Hunde erlaubt
Nein
 
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Wolfhagen 23
 
 
 

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