Foto: Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen

Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen

KZ-Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen


Die KZ-Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen erinnert an ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte. Das Konzentrationslager Breitenau, eingerichtet am 16. Juni 1933, gehört zu den frühen Lagern, die kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich entstanden. Grundlage für diese Lager war die "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat" vom 28. Februar 1933, bekannt als Reichstagsbrandverordnung, die den Ausnahmezustand verhängte und den Nationalsozialisten weitreichende Machtbefugnisse übertrug.

Historische Hintergründe


Mit der Reichstagsbrandverordnung wurden individuelle Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Verfolgung politischer Gegner legalisiert. Die sogenannte Schutzhaft erlaubte es, politische Gegner ohne Gerichtsurteil zu inhaftieren. Diese Massenverhaftungen führten dazu, dass Menschen zunächst in Gefängnisse und provisorische "Schutzhaftstellen" eingesperrt wurden, bevor sie ab Frühjahr 1933 in Konzentrationslager wie Breitenau gebracht wurden.

Einrichtung des Lagers


Das Konzentrationslager Breitenau wurde in die bestehende Landesarbeitsanstalt Breitenau integriert, die sich auf dem Gelände einer ehemaligen Klosteranlage befand. Der Umstand, dass das Gelände weiträumig von einer Mauer umgeben war, machte es besonders geeignet für ein Lager. Das Lager unterstand dem Polizeipräsidenten in Kassel. Die Wachmannschaften bestanden zunächst aus Hilfspolizisten der SA und später aus SS-Männern, die Mitglieder des "Sondersturm Renthof" in Kassel waren. Diese SS-Eliteeinheit wurde von Karl Otto Koch geleitet, dem späteren Kommandanten der Konzentrationslager Esterwegen, Buchenwald und Majdanek.

Inhaftierte und Bedingungen


Am 16. Juni 1933 trafen die ersten 28 „Schutzhäftlinge“ in Breitenau ein. Bis zur Auflösung des Lagers im März 1934 wurden insgesamt 470 Menschen in Breitenau inhaftiert. Die Gefangenen waren politische Gegner der Nationalsozialisten – darunter Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftsangehörige und bereits als Juden Verfolgte – aus dem Regierungsbezirk Kassel. Die meisten Gefangenen wurden nach vier bis acht Wochen entlassen, doch ein Viertel von ihnen wurde in größere Konzentrationslager wie Börgermoor, Esterwegen, Lichtenburg oder Sonnenburg überstellt.

Gedenken und Mahnung


Die KZ-Gedenkstätte Breitenau dient als Mahnung an die Schrecken und das Unrecht des NS-Regimes. Sie erinnert an die Opfer der politischen Verfolgung und bietet einen Ort der Reflexion und des Lernens. Die Gedenkstätte steht als Symbol dafür, dass die Erinnerung an die Opfer und die Auseinandersetzung mit der Geschichte unerlässlich sind, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Besuch der Gedenkstätte


Ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Breitenau bietet tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Nationalsozialismus. Die Ausstellung umfasst Originalexponate, Dokumentationen und umfangreiches Informationsmaterial zu den damaligen Ereignissen. Die Gedenkstätte ist ein wichtiger Ort des Gedenkens und Lernens für nachfolgende Generationen.
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Mögliche Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der offiziellen Website oder dem Aushang vor Ort.
Web
http://www.gedenkstaette-breitenau.de
Telefon
056653533
Adresse
Brückenstraße 12, 34302 Guxhagen
 
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